Ein absoluter Wirtshausklassiker

Ja, sie ist jetzt online, die mittlerweile 8. Folge von DE-LITE Fun cooking. Wir braten uns ein Wiener Schnitzel und servieren dazu einen ebenso einfachen wie genialen Kartoffelgratin. Dieses Mal haben wir uns dafür von dem Buch “Wie koch’ ich…?” von Sebastian Dickhaut aus dem Gräfe und Unzer Verlag inspirieren lassen, aus dem die vorgestellten Rezepte für Schnitzel und Kartoffelgratin stammen.

Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat, ist die natürliche, unprätentiöse Art von Sebastian Dickhaut. Die Gerichte sind leicht nachzukochen (überzeugen Sie sich davon in unserem Film) und das Bildmaterial ist sehr ansprechend fotografiert. Die Abbildungen der Gerichte sehen so aus, als könnte man sie selbst auch so hinbekommen. Als wir unseren Gratin aus dem Ofen zogen, war das ein echter Kodak-Moment. Das Buch ist auch bestens für Kochanfänger geeignet, denn es werden auch ganz elementare Techniken beschrieben: wie koche ich ein Ei, wie gelingt ein Butterbrot besonders gut, wie brate ich ein Steak – das ganze so erklärt, dass es auch ein Schimpanse nachkochen kann.

Viel Spass mit der neuen Folge!
Alex

PS: s’mus schmägge

12.04.2006 – Wiener Schnitzel an Kartoffelgratin

Robbie und Alex wagen sich dieses Mal an das österreichische Nationalheiligtum: das Wiener Schnitzel, ein echter Wirtshausklassiker. Und anstelle eines labbrigen Kartoffelsalates haben wir uns für einen genial einfachen Kartoffelgratin als Beilage entschieden. Inspiriert von dem sehr empfehlenswerten Buch “Wie koch’ ich…?” von Sebastian Dickhaut aus dem Gräfe und Unzer Verlag.

Folge 8 downloaden (ca. 64 MB)

Man nehme…. (für 3-4 Personen)

  • pro Nase 1-2 Kalbsschnitzel
  • 2 Eier
  • Mehl
  • Semmelbrösel
  • Sonneblumenöl
  • Butter
  • Pfeffer
  • Salz
  • Preiselbeeren
  • 2-3 kg Kartoffeln
  • Eine Knoblauchzehe
  • Käse (Rohmilch), nach Gusto, ca. 80 – 200g
  • 1 Becher Sahne
  • Muskatnuss, frisch gerieben

Zubereitung

Die beiden hier vorgestellten Rezepte stammen aus dem Buch “Wie koch’ ich…” von Sebastian Dickhaut aus dem Gräfe und Unzer Verlag – ein Werk, das uns großen Spaß bereitet hat und über das man gerade als absoluter Beginner so einige Tricks erlernen kann.

Wir versuchen hier die Rezepte mit eigenen Worten zu rekapitulieren…

Wir fangen mit dem Kartoffelgratin an, denn er braucht am längsten. Wenn er im Ofen ist, können wir uns gemütlich um die Schnitzel kümmern.

Es kann losgehen: Den Ofen vorheizen. Bei Umluft mit 160°, ansonsten 180°. Zunächst werden die Kartoffeln in maximal 5mm dicke Scheiben geschnitten. Ein Tipp von Sebastian Dickhaut: nimmt man dafür kleinere Kartoffeln, wird der Gratin eleganter. Den Käse grob reiben – wir empfehlen einen kräftigen Rohmilchkäse, z.B. einen Bergkäse aus dem Allgäu. Robbie und Alex lieben Käse, also waren wir bei der Menge nicht so zimperlich. Wir haben da locker 150g draufgepackt. Jetzt kann man die Auflaufform einfetten. Dazu eine Knoblauchzehe mit dem Handballen zerdrücken – die Schale lässt sich nun leicht entfernen. Zusammen mit etwas Butter auf ein Stück Küchenkrepp geben und damit die Form gleichmäßig einschmieren. Die Knoblauchstücke danach aus der Form entfernen.

Jetzt gilt es die Kartoffelscheiben dachziegelartig in der Form aufzufächern. Wichtig dabei: eine schicht Kartoffeln genügt. Jetzt einen Becher Sahne darüber verteilen, pfeffern, salzen, etwas Muskatnuss darüber reiben und den Käse gleichmäßig darüber geben. Wer mag, kann das ganze noch mit ein paar Butterflocken toppen. Das ganze kommt nun für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Tipp: Den Gratin durch das Ofenfenster zu betrachten ist besser als fernsehen!

Während der Kartoffelgratin leise vor sich hin brutzelt, geht es den Schnitzeln an den Kragen: diese müssen zunächst einmal flachgeklopft werden – dadurch werden sie auch besonders zart. Auch dieser sensationelle Tipp stammt aus dem Buch: die Schnitzel einzeln in einen Gefrierbeutel einführen und dann mit einer Pfanne oder einem Topf klopfen. Das Fleisch kann dadurch kaum einreißen. Funktioniert echt super!

Für die Panade schlagen wir in einer Schale zwei Eier und geben dann noch einen Esslöffel Öl dazu. Dadurch geht die Panade besser auf. Auf zwei flache Teller geben wir jeweils etwas Mehl und Semmelbrösel. Da die Schnitzel am besten sofort nach dem Panieren zubereitet werden sollten, heizen wir eine große Pfanne schon mal bei mittlerer Hitze vor und geben 80g Butter und 80g Öl hinein. Wenn das Fett heiß ist, geht’s los. Also: Das Fleisch von beiden Seiten pfeffern und salzen, dann in Mehl wenden, durch das Ei ziehen (nicht den Kakao), so dass es ganz damit bedeckt ist. Zuletzt in den Semmelbröseln wenden und dabei nicht andrücken – das gibt Klümpchen! Das fertig panierte Schnitzel kommt jetzt auch gleich in das heiße Fett.

Dort wird es zunächst 1-2 Minuten von der einen Seite ausgebacken. Währenddessen kann man mit einem Löffel etwas heißes Öl aus der Pfanne darüber verteilen. Dann wenden und von der anderen Seite 1-2 Minuten braten. Idealerweise sollte es möglichst unmittelbar danach zusammen mit einer Portion Kartoffelgratin und Preiselbeeren aus dem Glas serviert werden.

Guten Appetit und ein heißes Dankeschön an Sebastian Dickhaut und den Gräfe und Unzer Verlag!

Gestern hat’s g’schmeckt!

UUuuuhhhh war das lecker! Seid mal auf den neuen Vlog gepannt! Dazu hätte auch ein guter Wein gepasst, den ich hier noch im Keller habe: einen Vriesenhof, Kallista Jahrgang 2000 aus dem Hause Stellenbosh. Herkunftsland Südafrika. Ein lecker Tröpfchen! Das Weingut Stellenbosh gehört der ehemaligen Rugby-Größe Jan Coetzsee, der mit großem Geschick und Liebe zum Detail herrliche Weine produziert. Der Cuvée zeichnet sich durch einen satten Fruchtgeschmack mit Brombeeraromen aus und passt meiner Meinung nach zu fast allem ;-). Erhältlich ist das leckere Tröpfchen im gut sortierten Weinhandel.

Jetzt neu: der DE-LITE Blog

Liebe Freunde der gepflegten Spass-Küche,

damit das ganze hier ein bisschen lebendiger wird, haben wir uns dazu entschlossen, zu bloggen. Es lohnt sich, hier regelmäßig vorbeizuschauen, um über den neuesten Gossip, kulinarische Tipps und Vorankündigungen bescheid zu wissen.

Übrigens: heute Abend ist wieder mal Drehtag angesagt – die bereits 8. Folge unseres Podcasts ist fällig. Was wir kochen? Wird noch nicht verraten. Aber eines steht jetzt schon fest:

S’MUS SCHMÄGGE!

30.03.2006 – Züricher Geschnetzeltes mit Rösti

Das schmeckt einfach jedem (außer Vegetariern): Züricher Geschnetzeltes mit Rösti. Von Meister Münzi lernen wir in dieser Folge, wie man die Rösti schön kross bekommt, wie man Petersilie schneidet, ohne dabei Fingerglieder zu verlieren und wie man seine Küche effektvoll abfackelt. Und: Robbie in Höchstform. Lassen Sie sich das nicht entgehen.

Folge 7 downloaden (ca. 50 MB)

Man nehme…. (für 2-3 Personen)

  • 700 g Kalbfleisch (Schnitzel oder Rücken)
  • 1 kg vorgekochte Pellkartoffeln (mit Kümmel)
  • 3 mittelgrosse Zwiebeln
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frische Petersilie
  • 1 Becher Sahne
  • 2 dl Weißwein
  • Cognac (für die Pyromanen unter uns)
  • Pfeffer
  • Salz (vorzugsweise aus einem Sack)
  • Sonnenblumenöl
  • Fett zum Braten, z.B. Butterschmalz

Zubereitung

Erstmal ist schnippeln und schälen angesagt: die Schalen sorgfältig von den Kartoffeln befreien, das Kalbfleisch in gleich große ca. 5mm breite Stücke schneiden, die Petersilie fein hacken. Wer dafür an seiner Technik arbeiten möchte, sollte sich den Film anschauen und vom Meister Münzi lernen. Für abgeschnittene Fingerkuppen und -glieder übernimmt DE-LITE keine Verantwortung. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden ebenso den Knoblauch.

Wir fangen mit den Rösti an, denn die brauchen am längsten: die geschälten Pellkartoffeln mit einer Reibe zerkleinern. In einer Pfanne etwas Fett erhitzen, eine Handvoll Zwiebeln dazu und etwas Salz (aus dem Sack) und das Ganze glasig schwitzen lassen. Bevor die Zwiebeln braun werden, gibt man die geraspelten Kartoffeln dazu. Das ganze pfeffern und salzen und mit den Zwiebeln vermischen. Dann zu einem schönen gleichmäßigen Fladen formen und einen Teller darauf legen. Der sollte ungefähr so groß sein, wie die Pfanne. Das ganze bei mittlerer Hitze vor sich hin brutzeln lassen.

Verbringen Sie die folgenden 10 Minuten, indem Sie eine Flasche Wein köpfen und verkosten. Dann geht die Wartezeit schneller vorbei. Jetzt wird’s spannend: mit einem Topflappen den Teller fixieren, und mit der Pfanne umdrehen, so dass man den Teller mit dem Fladen darauf auf der einen Hand hat. Die Pfanne wieder zurück auf den Herd, und dann die Rösti mit der noch rohen Seite nach unten in die Pfanne bugsieren. Bei uns hat sich das Luder dabei ziemlich störrisch angestellt. Dann den Teller wieder oben drauf und weitere 10 Minuten brutzeln.

Jetzt können wir auch schon mit dem Fleisch anfangen: zunächst etwas Sonneblumenöl (z.B. von Timbu) in die Pfanne geben, wenn das Öl leicht erhitzt ist, die Zwiebeln dazu, etwas Salz (aus dem Sack) drauf und wenn die Zwiebeln glasig sind das Fleisch dazugeben. Bei einer großen Mengen Fleisch ist es besser, das Geschnetzelte in zwei Fuhren zu braten, damit es schön kross werden kann. Das ganze mit Pfeffer und Salz abschmecken und bei gelegentlichem Wenden durchbraten.

Wenn man mutig ist, kann man das Fleisch dann noch flambieren. Hierzu einen Schuss Cognac zum Fleisch geben, leicht erwärmen lassen, damit sich Alkoholdämpfe bilden und leicht kippen, so dass die Flammen des Gasherdes das ganze entzünden. Ohne Gasherd geht’s auch mit einem Streichholz. ACHTUNG: das ist nicht ungefährlich. Wenn man sich das nicht zutraut und seine Gesichtsbehaarung behalten möchte, besser lassen.

Jetzt sind wir auch fast schon soweit. Wenn die Flammen abgefackelt sind kommt die Sahne dazu und das Ganz etwas einkochen lassen. Dann mit Pfeffer und Salz abschmecken und einen Schuss Weißwein reinschütten. Nochmal etwas reduzieren lassen, bis die Soße des Geschnetzeltem schön cremig ist. Kurz vor dem Servieren noch die feingehackte Petersilie dazugeben und gleichmäßig unterheben.

S’mus Schmägge!