Obazda – der kulinarische Stolz der Bayern

Wenn es um den Obazden geht, dann kennen die Bayern kein Pardon. So auch nicht unsere liebe Zuschauerin Simone, original Münchnerin in 3. Generation. Denn in den münchner Obazden gehört ordentlich Krischwasser rein. Das hilft sofort nach Verzehr bei der Verdauung. Mit ihrer freundlichen Genehmigung veröffentliche ich hier das Familien-Obazden-Rezept, das sonst nur von Druide zu Druide weitergegeben wird:

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Original Kirschwasser Obazder
nach einem überlieferten Rezept von Simones Mama

– ein Stück Brie
– ein Stück Camembert
– ein Stück Stinker (Romadour oder heißt er Limburger?) – die etwas rasse Schicht außen mit einem Messer wegkratzen.
– ca. ein halbes Stück weiche Butter (je nach Konsistenz mehr oder weniger)
– und/oder ca. ein halber Frischkäse (Philadelphia o.ä. – je nach Konsistenz mehr oder weniger)
– ca. ein halber Quark (ruhig die fette Variante – weil’s eh scho wurscht is)
– Zwiebeln (in undefinierbarer Menge, wenn sie nicht untergebadzd werden hält der Obadzde länger, wenn man die Zwiebeln gleich reinmischt, gehört er auch gleich gegessen)
– Salz, Pfeffer, milder Paprika
und das Wichtigste!!! Ein guter Schluck Kirschwasser (vorher, nachher und in den Obazdn)

Alles kräftig mit der Gabel zerdrücken, bis einem der Arm abfällt. Mit der verbliebenen Hand dick auf frisches Pfisterbrot streichen und mit dem verbliebenen Kirschwasser nachspülen.

Wohl bekommts!

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DE-LITE sagt danke, Simone!

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2 Kommentare

  1. Klingt gut und authentisch. Vor allem das mit dem Gabeldrücken, denn so bleibt der Käse selbst beim Armabfall noch stückig statt zu so einer pürierten Masse zu werden, wie sie in manchen Biergärten mit dem Eisportionierer serviert werden. s’muss teste, das Wetter passt ja auch langsam wieder.

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